Als Frederik Walton im Jahr 1860 u.a. Kork, Holzmehl, Kreide und Bindemittel auf Jutegewebe presste, wollte er eigentlich einen Fußbodenbelag herstellen und erfand so das Linoleum.
Es dauerte jedoch nicht lange, bis Künstler das Material für sich entdeckten und Kunstwerke in Linolschnitttechnik herstellten, da es leicht zu bearbeiten ist und daher eine tolle Alternative zum bis dahin schwer zu erstellenden Holzschnitt darstellte.
Das Linoleum wurde so das führende Material zur Herstellung von Illustrationen, Postern und grafischen Darstellungen und bekannte Künstler wie Pablo Picasso und August Macke schufen Kunstwerke in Linolschnitttechnik.
Mit unterschiedlichen Schneidewerkzeugen (Messern) wird eine positiv-negativ Druckplatte (Druckstock) hergestellt, auf die anschließend mit Hilfe einer Rollenwalze die Linolfarbe aufgebracht wird. Die beschichtete Linolplatte wird auf Papier gepresst und gibt so an den Positiv-Stellen ihre Farbe ab. Auch wenn man die Platte mehrfach druckt, entstehen durch Variationen im Anpressdruck und im Farbauftrag jedes Mal individuelle Werke.
Linoldrucke werden einfarbig oder auch mehrfarbig hergestellt, wobei - je nach Technik - für jede Farbe eine eigene Druckplatte notwendig ist.
Grundsätzlich können die Linoldruckfarben auch mit vielen anderen Druckstöcken wie Holz, Gummi, Kordel, Pappe, oder Kartoffeln, Blätter usw. verwendet werden.
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